Die 5-R-Regel

Die richtige Ware, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. 

- Der Leitspruch der Industriekaufleute

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Was macht den Beruf der Industriekauffrau bzw. des Industriekaufmannes aus? Und was spricht für eine Ausbildung beim Kindermöbelhersteller PAIDI in Hafenlohr? Genau dieser Frage bin ich während meines zweitägigen Aufenthaltes in Hafenlohr nachgegangen. 

Die kaufmännischen Abläufe eines Betriebes zu verstehen, das ist eine Schlüsselqualifikation für diesen Beruf. Dafür ist das mittelständische Unternehmen PAIDI mit seinen knapp 180 Mitarbeitern gut geeignet. Denn durch diese Betriebsgöße kann man besonders gut innerbetriebliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Abteilungen verstehen. Außerdem bedeuten 180 Mitarbeiter, dass sich hier alle kennen. Mindestens mit Namen, meistens aber auch so viel, dass es für einen kleinen Plausch reicht. Gleichzeitig gibt es aber eine Exportabteilung, in der mit Kunden aus der Schweiz, Frankreich, Belgien, Russland, aber auch Shanghai oder Japan kommuniziert wird. Man könnte sagen: klein genug für ein familiäres Klima und groß genug für internationalen Kundenkontakt. Das unterscheidet den Beruf der Industriekaufleute übrigens von den Bürokaufleuten: Letztere sind eher auf kleine Betriebe und Büros spezialisiert. 

Wer sich entscheidet Industriekauffrau oder -kaufmann zu lernen, startet mit einem Ausbildungsgehalt von 850 €, das sich innerhalb der nächsten 3 Jahre auf 950 € steigert. Die Azubis bei PAIDI bekommen dabei einen übertariflichen Zuschlag. Fertig ausgelernt kann man mit einem Gehalt von 2.800 € - 3.500 € rechnen, je nach Weiterbildungsgrad und je nachdem, wie lange man schon im Unternehmen ist. Das Gehalt wird per Tarifvertrag geregelt, hier ist das die IG Metal in der Unterabteilung Möbelproduktion. 

Industriekauffrau PAIDI_Maja Hereth (1)

Was sich durch die Ausbildung auch verändert ist, dass Azubis, die als eher schüchterne Schüler starten, lernen, ihre Telefonphobie zu überwinden. Klingt erstmal ziemlich dramatisch, aber ist tatsächlich eines der Dinge, von denen mir erzählt wurde. Allgemein der Umgang mit Kunden oder Lieferanten sorgt dafür, dass man offener und kommunikativer wird. Auch dass man im Laufe der Ausbildung durch alle Abteilungen geschickt wird und dort mit vielen Menschen und Tätigkeiten in Berührung kommt, verstärkt diese Kompetenzen.

Industriekauffrau PAIDI_Maja Hereth (3)

Nach der dreijährigen Ausbildung voller beruflicher Erfahrungen, außerbetrieblichen Erlebnissen wie der gemeinsame Besuch auf der Laurenzimesse und neuem Wissen stehen die Chancen, übernommen zu werden, ganz gut. Und auch für diejenigen, die nicht in Hafenlohr bleiben, sieht der Arbeitsmarkt gut aus. Industriekaufleute sind auch bei vielen anderen Unternehmen in der Region gefragt. 

Industriekauffrau PAIDI_Maja Hereth (2)

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