Da zu Besuch, wo man sich kindische Gedanken macht

Die dritte Station meiner Reise als JobReporterin führt mich hinter die 7 Berge der Schneewittchenstadt und noch weiter, nämlich nach Hafenlohr. Hier schreibt man zwar keine Märchen, aber dafür zum Beispiel 1935 Geschichte mit dem ersten industriell hergestellten Kinderbettchen, dem Verkaufsschlager "Paidi Bettchen".

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Spätestens seitdem steht PAIDI für Kindermöbel mit hoher Qualität. Damit die Produktion und der Verkauf dieser Kindermöbel auch ordentlich laufen - dafür sind die Industriekaufleute des Unternehmens da. Diese kümmern sich um Einkauf, Export, Kundenbetreuung, Kundendienst, Debitorenbuchhaltung (= in Kontakt mit Kunden), Kreditorenbuchhaltung (= in Kontakt mit Lieferanten) oder Disponieren (= Im Voraus Schritte planen und Bedarfe bestellen) und spielen damit eine immens wichtige Rolle für das Unternehmen. 

Mit Hilfe verschiedenster betriebseigener Programme, aber auch mit den Klassikern wie Excel tragen sie hier täglich Daten zusammen, überprüfen Bestellungen und Bestände, planen zukünftige Bestellungen, führen Preisverhandlungen, passen Bestellvolumen an, dokumentieren Abläufe, schicken Liefernachfragen an Kunden, führen Überweisungen aus und schreiben auch die eine oder andere Mahnung. Dabei gibt es auch allerlei Dinge zu beachten, zum Beispiel den Steuersatz oder ob das Skonto (= Preisnachlass unter zeitlichen Bedingungen) eingehalten werden kann.

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All diese Dinge lernt man in der dreijährigen Ausbildung, die man bei PAIDI absolvieren kann. Durch die Ausbildung im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule Lohr lernt man so Stück für Stück kaufmänische Zusammenhänge zu verstehen. Dafür sorgen Fächer wie BWG  (= betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse), Rechnungswesen, Geschäftsprozesse, AWL (= Allgemeine Wirtschaftslehre) oder Sozialkunde. Thema im Unterricht ist beispielsweise Gewinn- und Verlustrechnungswesen. Nach der Ausbildung gibt es zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen, zum Beispiel kann man sich zum Fachwirt weiterbilden - in Vollzeit geht das sogar in einem halben Jahr. 

Hier ist außerdem einmal die Woche für zwei Stunden betrieblicher Unterricht, in dem weitere Fragen der Azubis geklärt werden und spezieller auf das Unternehmen abgestimmtes Wissen vermittelt werden kann. 

 

Apropos Fragen und speziellere Infos zum Unternehmen: Wer von euch mehr zu PAIDI und den verschiedenen Stationen einer Industriekauffrau bzw. eines Industriekaufmanns wissen will, sollte nicht nur den nächsten Artikel "Die 5-R-Regel" lesen, sondern kann unter folgendem Link vorbeischauen: https://youtu.be/IxLZOHjcf9gexterner Link 

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